Wrestling: Paul Bearer ist tot

Unheimliches Duo: Paul Bearer und der Undertaker

Wrestling-Kultfigur: Paul Bearer ist tot

Die Urne, die dunklen Augenringe, die unheilvolle Stimme: Als Manager des Undertaker war Paul Bearer eine Kultfigur in der Wrestling-Szene. Nun ist er im Alter von 58 Jahren gestorben.

Hamburg - Wenn er seinen Schьtzling in den Ring fьhrte, wurde es unheimlich: Paul Bearer war der Manager des Profi-Wrestlers "The Undertaker" (Totengrдber). Nun ist William Moody, so sein bьrgerlicher Name, im Alter von 58 Jahren gestorben. Das teilte die Wrestling-Organisation WWE mit. Bearer starb in einem Krankenhaus in seinem Heimatort Mobile, Alabama. Zur Todesursache machte die WWE keine Angaben.

In seiner Rolle als Bestattungsunternehmer Bearer faszinierte Moody Wrestling-Fans auf der ganzen Welt. In den neunziger Jahren erlangten die Schaukдmpfe international groЯe Popularitдt. Jeder Athlet spielte dabei einen bestimmten Charakter, der ebenso vorgegeben war wie der Ausgang der Kдmpfe.

Der Undertaker, ein mysteriцser Hьne mit beinahe ьbersinnlichen Krдften, war eine der populдrsten Figuren ьberhaupt. Immer an seiner Seite: der Bestattungsunternehmer Paul Bearer. Stets hatte er eine goldfarbene Urne dabei, die dem Undertaker angeblich seine Kraft verlieh und so

manchem Kampf eine unerwartete Wendung gab.

Die Figur des Paul Bearer war William Moody wie auf den Leib geschrieben: Vor seinem Debьt 1991 hatte er tatsдchlich als Bestattungsunternehmer gearbeitet. Der Name Paul Bearer war eine Anspielung auf das englische Wort fьr Sargtrдger ("pall bearer"). Seine Rolle interpretierte er mit Inbrunst: Wenn er gemeinsam mit dem Undertaker im vermeintlichen "Funeral Parlor" (Bestattungsinstitut) Hof hielt, sorgten Nebelschwaden und gespenstische Beleuchtung fьr die richtige Atmosphдre. Bearer verzerrte das Gesicht, hielt die Urne in die Hцhe und jammerte unheilvoll. Gerne wurde auch ein Sarg mit dem Emblem des nдchsten Gegners verziert .

Nach der Zusammenarbeit mit seinem berьhmtesten Schьtzling betreute Moody auch andere Kдmpfer, darunter Kane und Mankind. 2002 zog er sich laut "Los Angeles Times" zurьck, war aber immer wieder fьr sporadische Auftritte zu haben.

Der Wrestling-Boom ebbte Ende der neunziger Jahre schlieЯlich ab. Die Shows standen auch wegen des offensichtlichen Steroid-Missbrauchs der Protagonisten in der Kritik. Mehrere prominente Athleten starben jung, mutmaЯlich an den Folgen des Raubbaus am Kцrper. Der Undertaker ist noch immer aktiv.

Source: www.spiegel.de

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